Wie OPAK dich schützt — und wo die Grenzen sind
Diese Seite ist bewusst ehrlich. „Ende-zu-Ende verschlüsselt" wird oft
überverkauft — hier steht präzise, was wir nicht sehen können, was wir doch sehen,
und was das für dich bedeutet.
Das Schlüsselmodell
- Aus deinem Passwort wird im Browser mit Argon2id ein
Schlüssel abgeleitet. Das Passwort selbst verlässt dein Gerät nie.
- Ein zufälliger Master-Schlüssel wird damit verschlüsselt bei uns hinterlegt —
für uns unlesbar. Er schützt alle Datei-Schlüssel.
- Jede Datei bekommt einen eigenen Zufallsschlüssel und wird mit
XChaCha20-Poly1305 in Blöcken verschlüsselt,
bevor ein einziges Byte hochgeladen wird.
- Auch Dateiname, Größe und Typ sind verschlüsselte Metadaten.
- Zum Anmelden dient ein getrennt abgeleiteter Schlüssel; wir speichern davon
nur einen Hash — kein Passwort, keinen Klartext-Schlüssel.
- Dein Wiederherstellungsschlüssel (bei der Registrierung einmalig angezeigt)
ist ein zweites Schloss auf dem Master-Schlüssel. Auch ihn kennen wir nicht — wir
speichern nur einen Hash zur Prüfung und das damit verschlüsselte Zweitpaket.
Nachprüfbar: Das Projekt enthält Beweis-Skripte
(proof.mjs u. a.), die nach einem Upload Datenbank und
Festplatte durchsuchen — der Klartext taucht nirgends auf, und mit falschem Passwort
lässt sich nichts entschlüsseln.
Nur Speicher — bewusst keine Plattform
OPAK hat keinen Teilen-Mechanismus und keine öffentlichen Links. Es existiert
schlicht kein Codepfad, der Inhalte Dritten zugänglich machen könnte. Das hält die
Angriffsfläche klein und macht uns zu dem, was wir sein wollen: ein Tresor, keine
Veröffentlichungsplattform.
Was wir trotzdem sehen
Zero-Knowledge heißt nicht unsichtbar. Technisch bedingt sehen wir:
- deinen Benutzernamen (frei wählbar — er muss nichts über dich verraten),
- die Größe jeder verschlüsselten Datei und wie viele es sind,
- dass eine Ordnerstruktur existiert (nicht ihre Namen),
- Zeitpunkte von Anmeldungen und Uploads sowie die IP-Adresse der
jeweiligen Verbindung (wir schreiben keine IP-Logs; Details in der
Datenschutzerklärung).
Die grundsätzliche Grenze von Browser-Verschlüsselung
Der Verschlüsselungs-Code wird von diesem Server ausgeliefert. Wer den Server
kontrolliert, könnte theoretisch manipuliertes JavaScript ausliefern, das Passwörter
abgreift. Das gilt für jeden im Browser verschlüsselnden Dienst, auch die
großen. Wir begegnen dem mit keinen externen Skripten (alle Ressourcen kommen von
diesem Server, kein CDN), einer strikten Content-Security-Policy und einer bewusst
kleinen Angriffsfläche — und wer maximale Kontrolle will, betreibt OPAK auf eigener
Hardware. Absolute Gewissheit gegen einen kompromittierten Server kann browserbasierte
Verschlüsselung dennoch prinzipbedingt nicht bieten.
Bezahlung mit Bitcoin
- Jede Bestellung erhält einen exakten Betrag; den Eingang prüfen wir
nur lesend über mehrere unabhängige Blockchain-Explorer und akzeptieren erst,
wenn mehrere übereinstimmen.
- Wir halten keine Wallet-Schlüssel auf dem Server und bewegen kein Geld.
- Bitcoin ist pseudonym, nicht anonym: Transaktionen sind öffentlich.
Wir speichern nur erwarteten Betrag und Transaktions-ID.
- Wir nutzen derzeit eine feste Empfangsadresse. Das heißt: alle Zahlungen an
OPAK sind on-chain öffentlich sichtbar und untereinander verknüpfbar — deine
Zahlung ist damit für Aussenstehende als „Zahlung an OPAK" erkennbar, wenn auch
nicht dir als Person zugeordnet. Wer maximale Unverkettbarkeit will, sollte die
üblichen Vorsichtsmaßnahmen treffen (z. B. keine direkt von einer KYC-Börse
gesendeten Coins verwenden).
Zwei Dinge, die du wissen musst
1. Passwort und Wiederherstellungsschlüssel weg = Daten weg. Es gibt keine
Hintertür und kein „Zurücksetzen per E-Mail" — das ist der Preis echter
Zero-Knowledge-Verschlüsselung.
2. Diese Software ist noch nicht unabhängig auditiert. Sie verwendet
ausschließlich etablierte Krypto-Bausteine (libsodium: Argon2id, XChaCha20-Poly1305)
und keinerlei Eigenbau-Kryptografie — dennoch gilt: Vertraue ihr keine
unwiederbringlichen Geheimnisse an, bevor ein externes Audit erfolgt ist.